Lernen unterwegs

Diese Website ist ein smartphone-optimiertes Multi User Blog System. Das heisst, dass einem Mutter-Blog x Sub Blogs untergeordnet werden können. Und das wiederum bedeutet, dass KlassenlehrerInnen, Fachschaften, Schulen usw. solcherart interaktive und webbasierte Unterrichtsmittel unterhalten können – vom Smartphone bis zur Windows Dampfmaschine.

„Lernen unterwegs“ bedeutet das orts- und zeitunabhängige Lernen. Das heisst, du bestimmst deine Lernorte selbst. Diese Lernorte können, müssen sich aber nicht mehr ausschliesslich in der Schule befinden.

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Bildung sei hochkomplex

„Ich glaube nicht, dass die Stimmung [im Schulteam] vom Glück abhängt; es sind Menschen, welche für eine lernfördernde oder lernhemmende Stimmung an einer Schule sorgen. Das Ermöglichen einer guten Bildung der Schülerinnen und Schüler (und um diese geht es an einer Schule letztlich immer), ist eine hochkomplexe Angelegenheit. Würde die Qualität der Schulleitung für den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler keine Rolle spielen, müsste man sie sofort abschaffen. Dass wir jedoch (auch im Kanton Zürich) qualitativ sehr unterschiedliche Schulen haben, hängt auch von den Schulleitungen ab. Den oft ’stinkt der Fisch vom Kopf her‘.

Schreibt ein wissenschaftlicher Mitarbeiter einer PH, Ausbildner für ‚Pädagogische Schulführung‘.
Er glaubt nicht, dass die Stimmung in einem Schulteam vom Glück der Zusammensetzung abhängt, glaubt aber, der Bildungserfolg hänge auch mit der Schulleitung zusammen und vergleicht qualitativ schlechte Schulen mit dem Fisch, der vom Kopf her stinkt, wobei die Schulleitung dann der Kopf wäre.

Der Autor bringt alle Qualifikationen mit, seine Thesen der Reihe nach zu widerlegen. Primarlehrer, Schulleiter, Aus- und Weiterbildungen zur Führung von Schulorganisationen.

Vielleicht liege aber einfach nur ich so ziemlich falsch.
Vielleicht ist Bildung wirklich eine derart hochkomplexe Angelegenheit, dass man sie studieren und von DozentInnen vorgelesen bekommen und in einer Ansammlung von wissenschaftlichen Arbeiten beschreiben muss.

Hausaufgaben …

… im digitalen Zeitalter

Hausaufgaben bedeutet, dass SchülerInnen Aufgaben ausserhalb des Präsenzunterrichts erledigen müssen. Mit dem Smartphone als mobilem Computer gerät das „Haus“ ins Wanken – respektive könnte ins Wanken geraten. Gleich in welchem Fach könn(t)en LehrerInnen diese Aufgaben auch digital aufbereiten und teilen – und die SchülerInnen könnten die Aufgaben auch digital und damit orts- und zeitunabhängig, das heisst wann und wo immer, erledigen. So könnten sie, entsprechend diesem Beitrag, zum Beispiel eine bestimmte Menge Text produzieren, in eine andere Sprache übersetzen, lesen, sprechen und aufnehmen, und den Beitrag teilen, z.B. zur Diskussion freigeben. Die LehrerInnen könnten wo und wann immer den Beitrag lesen, kommentieren, diskutieren, korrigierend eingreifen und dergleichen mehr. Wie gesagt: Wo und wann immer, das heisst unterwegs.


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Analoge vs digitale Schnitzeljagd

Schnitzeljagden gabs (und wirds hoffentlich auch weiterhin geben!) schon vor dem Handy. Warum also digitale Versionen, welche die in der Schule doch eher verpönten, mobilen Computer (Tablets, Smartphones) voraussetzen? Während die klassische Schnitzeljagd von einer Lehrperson entweder selbst produziert oder sonst woher eingesetzt wird – und die SchülerInnen den Parcour von Aufgabenstation zu Aufgabenstation absolvieren, geht die kompetenzorientierte Schnitzeljagd davon aus, dass die SchülerInnen die Schnitzeljagd selbst produzieren.

Bedeutet im konkreten Fall des gestrigen Tages*, dass die LehrerInnen auf einem selbstgewählten Weg durch Thayngen markante Punkte kartografisch, informativ, zeichnerisch, fotografisch, akustisch oder wie immer festhalten – um aus den erhaltenen Informationen eben eine Schnitzeljagd produzieren können (* Impulsveranstaltung LP21 Medien & Informatik).

In der klassischen Version würden sie diese Schnitzeljagd als Aufgabe an die Klasse – und sonst niemandem! – abgeben. In der digitalen Version würden sie ihre Klasse auf die Reise schicken, um eben eine solche Schnitzeljagd selbst zu produzieren – und vorallem zu teilen.

Fazit 1:
Die digitale Version einer Schnitzeljagd macht nur Sinn, wenn sie von den SchülerInnen nicht konsumiert, sondern produziert und geteilt wird.

Fazit 2:
LP21, kompetenz-orientiertes Lernen, Medien & Informatik, digitales Lernen oder zusammengefasst „Lernen unterwegs“ beinhaltet das kollaborative Produzieren und Teilen von Medien. Zum Lernen gehört das „Abluege“. „Abluege“, was schon andere gemacht haben.

Fazit 3:
Bekanntlich führen viele Wege nach Rom. So kann eine Schnitzeljagd auch in einem Worddokument produziert werden.

Actionbound
Locandy

Digital Signage

Digital Signage bedeutet die Anzeigetafeln, wie wir sie vom Flughafen oder Bahnhof oder Bus kennen. In der Schule hängt ein solcher Monitor mit Vorteil an einem Ort, welcher von allen frequentiert wird. Dabei sind die wichtigsten Informationen wohl kalendarischer Natur.

Mehr als 0 und 1

„Digitale Kompetenzen lassen sich in die Aspekte „Anwendungskompetenzen“, „Medienbildung“ und „Informatik“ unterteilen.“
(Beat Doebeli-Honegger in Mehr als 0 und 1)

„Digital“ bedeutet der abgestufte eines ursprünglich analogen Wertes, „Kompetenz“ bedeutet Fähigkeit, und ein „Aspekt“ ist ein Blickwinkel, eine Blickrichtung, eine Betrachtungsweise, ein Blick- und/oder Gesichtspunkt.

In seiner Rezension beginnt Philippe Wampfler mit:

Nach »Digitale Kompetenz« von Hartmann und Hundertpfund ist »Mehr als 0 und 1« das nächste Buch des HEP Verlags, hinter dem ein kompetenter Informatik-Didaktiker steht und das sich der Frage annimmt, wie Schulen mit dem Leitmedienwechsel umgehen sollen.

– und endet mit:

Und so wird aus dem Buch ein Plädoyer für einen reflektierten Umgang mit Informatik an Schulen. Wer es gelesen hat, weiss, wie das gehen könnte, warum es passieren muss und was es zu beachten gibt.

und schreibt irgendwo mitten drin:

Es sind gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, die wissen, wann und wie Medien lernförderlich eingesetzt werden können.

Nach dem #edchatde vom 5. April 2016 nervt mich dieses Buch noch mehr, wollte mir dessen Autor doch unterjubeln, „… der Druck der PHs auf die Fachdidaktik-DozentInnen sei unterschiedlich gross“ (sic!). Selbstverständlich habe ich ihm zuerst einmal geantwortet, dass von Druck nicht einmal ansatzweise die Rede sein könne.

Nun, einen Tag später, wirft mir Beat Doebeli-Honegger „Pauschalisierung“, „Troll“ und weiteres vor. Heja, wenn einem die Argumente ausgehen.